Japanische Badekultur

Eine Wohnung darf nie mit Straßenschuhen betreten werden und Händeschütteln ist sowieso tabu – viele Rituale in Japan verwundern uns Europäer immer wieder aufs Neue, doch sind aus einfachen Gründen der Hygiene eingebürgert worden: Reinheit prägt nämlich die gesamte japanische Kultur. Körperliche oder auch seelische Unreinheit wird seit jeher mit Übel und Krankheiten in Verbindung gebracht. Unter Verdacht steht nicht nur die betroffene Person, sondern gleich dessen gesamtes soziales Umfeld. So wurde einem ganzen Volk die Reinheit als wichtiger Aspekt ans Herz gelegt.

 

Baden als Teil des sozialen Lebens

So ist auch das Baden ein wichtiger Teil des sozialen Lebens geworden: Seit etwa 30 Jahren gibt es in den meisten japanischen Wohnungen ein Badezimmer mit Badewanne. Meist baden die Mitglieder einer Familie gemeinsam oder laden auch ihre Gäste zum gemeinsamen Bad ein. Vor dem eigentlichen Bad seift man sich ordentlich ein, um sämtlichen Schmutz schon vorab in der Duschkabine loszuwerden. Das Badewasser soll dadurch nicht verunreinigt werden. Außerdem ist das Badewasser um die 40 Grad heiß. Erst dann soll die gewünschte Entspannung beim Baden erreicht werden.

Das Bad dient in Japan nicht nur der Reinigung dient, sondern in erster Linie dem sozialem Kontakt sowie der Entspannung. Genauso sieht es bei den öffentlichen Bädern aus: die heißen Quellen – die  Onsen genannt werden – kann man in ganz Japan finden, diese dienen vorwiegend dem sozialem Zusammenkommen und der Entspannung. Viele Onsen verfügen nämlich zusätzlich zum Bad auch über Saunen und andere Wellness-Angebote. Natürlich wird auch hier vor dem Baden ordentlich Körperpflege und –reinigung betrieben und außerdem badet man in japanischen Badehäusern aus Hygienegründen nackt.

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